Die Farben des Sommers

 

 Jetzt Mitte Juli, im europäischen Hochsommer, sind die meisten Wiesen abgemäht. Wenn die Bauern naturgerecht handelten, haben sie mit dem Mähen bis Mitte/Ende Juni gewartet. Denn dann haben die Gräser und Blüten ausgesamt und die Rehkitze sind meistens mit ihren Müttern schon wieder aus den Wiesen. Aber so finden wir jetzt kaum mehr blühende Wiesen, ausser an geschützten Flächen. 

In einem Naturschutzgebiet auf trockenen Wiesen und kalkhaltigem Boden blüht jetzt wunderschön rosa / weiß der kriechende Hauhechel. Er gehört zu den Schmetterlings-Blütengewächsen. Neben dem kriechenden Hauhechel gibt es auch den dornigen Hauhechel. Er wächst als Halbstrauch bis zu 60 cm hoch und eben sehr gerne an trockenen, sonnigen Plätzen, häufig an Böschungen. Mit den Blüten kann man wunderschön den Sonntagskuchen dekorieren. Sie schmecken ganz lecker oder man kann daraus mit einer Destille ein Hydrolat herstellen. Das ätherische Öl des Hauhechels ist nämlich besonders wasserdampfflüchtig. Für Tees benutzt man aber meist die im Herbst ausgegrabenen Wurzel des Hauhechels.

Er hilft als wassertreibendes Mittel, führt zur Erhöhung der Harnmenge, gilt als vorbeugend gegen Harnsteine und hilft bei Nierenbecken- und Blasenentzündungen.

Viele Kräuter sind jedoch mit der Blüte schon fertig, sehen aber mit ihren oft bizarren Blütenständen noch immer sehr imposant aus. So zum Beispiel die Wilde Möhre, deren verblühte Dolden sich jetzt zusammen ziehen, zu ovalen, filigranen Gebilden. Während der Blüte findet man mittig im Blütenkörper eine rötliche bis schwarze „Mohrenblüte“. Dies und auch der eindeutige Duft der Blätter und der Blüte nach Karotte, hilft uns zur Unterscheidung gegenüber anderen Doldenblütlern, wie z.B. dem Schierling. Die Wurzel der wilden Möhre kann man gerne knabbern. Sie ist jedoch dünn, fasrig und weiß und nicht orange wie unsere hieraus gezüchteten Karotten. Sie hat aber auch schon den typischen Karottengeschmack. Oft findet man die Wilde Möhre in größeren Gruppen stehend auf anspruchslosen Böden und an Straßenrändern, oft mit größeren Gruppen der blau leuchtenden Wegwarte.

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